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Wie ich meine Konzernkarriere gegen ELVIDA eintauschte: Ein neues Zeitalter der persönlichen Verwaltung

In diesem Blogbeitrag erfährst Du, wie ich von einer Konzernkarriere zur Gründung von ELVIDA kam und warum persönliche Verwaltung für viele eine Herausforderung ist.

ELVIDA Team
5. November 2026
4 min Lesezeit
Wie ich meine Konzernkarriere gegen ELVIDA eintauschte: Ein neues Zeitalter der persönlichen Verwaltung

Alan Frei spricht seit 2021 jede Woche mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Schweiz. Er fragt nach Zahlen, nach Fehlern und danach, ob sich das alles lohnt. Ende September sass ich bei ihm vor der Kamera. Seit dem 28.10.2026 ist die Folge online. Ihr Titel: «Konzernkarriere aufgeben, drei Firmen gründen: Lohnt sich das?»

Hier steht, worum es ging. Und zwei Dinge, die im Gespräch zu kurz kamen, reiche ich nach.

Folge auf YouTube ansehen

Fast 15 Jahre bei Roche

Angefangen habe ich mit einer Informatiklehre bei Roche Diagnostics. Später habe ich in Spitälern in der ganzen Schweiz Software eingeführt und betreut, zuletzt als Customer Segment Lead. Ich mochte diesen Job. Gegangen bin ich trotzdem, im November 2023, nach einer Reorganisation. Ich hätte intern wechseln können oder etwas Eigenes anfangen.

Die Frage, ob ich etwas Eigenes aufbauen will, hatte sich mir schon 2022 in Nepal gestellt, bei einem Projekt mit sharing minds. Die Reorganisation hat sie beantwortet.

Eine Kajüte voller Ideen

Im Podcast kam diese Geschichte zu kurz, darum hier ausführlicher. Nach Roche bin ich nicht sofort ins nächste Projekt gesprungen. Im Februar 2024 bin ich mit einem Containerschiff von Hamburg nach Namibia gefahren, ohne Internet. Nachts habe ich in der Kajüte Blatt um Blatt mit Ideen vollgeschrieben. Die Liste wurde jeden Tag kürzer.

Am Ende blieb eine Idee übrig: ein Softwareprodukt, mit dem ich Menschen im Alltag spürbar helfen kann.

Der persönliche Grund

Dass es ausgerechnet um Papierkram geht, hat mit meiner Verlobten zu tun. Sie lebt mit MS. An der Krankheit lässt sich nichts ändern. An der Last, die zusätzlich dazukommt, schon. Briefe von Krankenkasse und Versicherungen, Rechnungen von Ärzten, Formulare mit Fristen. Das alles landet genau dann auf dem Tisch, wenn die Kraft am wenigsten reicht.

Ein Sonderfall ist das nicht. Administration ist Arbeit, die niemand sieht. In fast jeder Familie gibt es die eine Person, bei der alle Briefe landen. Für diese Person bauen wir ELVIDA.

Der intelligenteste Briefkasten der Schweiz

So habe ich ELVIDA bei Alan beschrieben, und er hat das Bild im Verlauf der Folge mehrmals aufgegriffen. Gemeint ist Folgendes: Du lädst ein Dokument hoch, fotografierst einen Brief oder lässt ihn über ePost direkt hineinkommen. ELVIDA liest ihn, ordnet ihn einem von 13 Lebensbereichen zu und erkennt, was daraus folgt. Das kann ein Kündigungstermin sein, eine Zahlungsfrist oder ein Beleg für die Steuererklärung. Bevor etwas abläuft, kommt eine Erinnerung. Mehr dazu auf der Seite mit allen Funktionen.

Auch der Datenschutz war Thema. Die Daten liegen in der Schweiz und sind verschlüsselt. Persönliche Angaben werden pseudonymisiert, bevor eine KI sie zu sehen bekommt, und vieles erledigen feste Regeln, bevor überhaupt KI im Spiel ist. Werbung und Datenverkauf gibt es bei ELVIDA nicht. Wie das im Detail funktioniert, steht unter Sicherheit.

Ohne Venture Capital

Alan fragt gern nach dem Geld. Unsere Antwort: ELVIDA hat kein Venture Capital. Das Wachstum finanzieren wir über eigene Projekte bei LoomLabs, wo wir für Firmen Abläufe mit KI automatisieren. Das macht uns langsamer. Dafür bauen wir genau das, woran wir glauben.

Gründen ohne feste Adresse

Ich habe seit Jahren keine feste Wohnung und arbeite dort, wo ich gerade bin. Davon habe ich im Podcast erzählt, die Verbindung zu ELVIDA aber nicht gezogen. Hier ist sie: Lange war das Einzige, was mich an einen Ort band, der Briefkasten in Gersau. Was sich nicht digitalisieren lässt, hält dich fest. Das wollte ich für mich lösen, und für alle, denen es ähnlich geht.

Was sonst noch vorkommt

In knapp 52 Minuten geht es ausserdem um diese Fragen:

  • Wie bewirbt man eine KI-App, und ist ELVIDA eher etwas für Privatpersonen oder für Firmen?
  • Wie baut man ELVIDA, LoomLabs und Citymates gleichzeitig auf?
  • Was hat sharing minds in Nepal mit alldem zu tun?
  • Welches Buch hat mir als Unternehmer geholfen?

Reinhören

Die ganze Folge findest du auf YouTube. Danke, Alan, für die Einladung und die direkten Fragen.

Und falls du beim Zuhören an deinen eigenen Stapel Briefe gedacht hast: Auf elvida.app lädst du dein erstes Dokument hoch. Das kostet nichts.

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