Cookies bei ELVIDA

Wir verwenden Cookies, um deine Erfahrung zu verbessern. Notwendige Cookies sind immer aktiv. Du kannst Analytics und Marketing jederzeit anpassen. Mehr Infos in unserer Datenschutzerklärung.

Datenschutz
Zurück zum Blog

Individualbesteuerung Schweiz: Was sich nach der Abstimmung 2026 ändert

Am 8. März 2026 hat die Schweizer Stimmbevölkerung die Einführung der Individualbesteuerung angenommen – mit rund 54–55 % Zustimmung. Damit wird ein grundlegender Systemwechsel eingeleitet: Künftig werden alle erwachsenen Personen unabhängig vom Zivilstand einzeln besteuert. Das Ziel: mehr Steuergerechtigkeit – und das Ende der sogenannten Heiratsstrafe.

ELVIDA Team
17. März 2026
4 min Lesezeit
Individualbesteuerung Schweiz: Was sich nach der Abstimmung 2026 ändert

Was bedeutet Individualbesteuerung?

Die Individualbesteuerung bedeutet:

  • Jede Person gibt eine eigene Steuererklärung ab
  • Einkommen und Vermögen werden individuell besteuert
  • Der Zivilstand (ledig, verheiratet, eingetragene Partnerschaft) spielt steuerlich keine Rolle mehr

Das ist ein klarer Unterschied zum heutigen System:

Heute:

  • Ehepaare werden gemeinsam veranlagt
  • Einkommen werden addiert → oft höhere Progression

Neu:

  • Jede Person wird wie eine Einzelperson behandelt

Warum wurde die Individualbesteuerung eingeführt?

Der Hauptgrund ist die sogenannte Heiratsstrafe.

Was ist die Heiratsstrafe? Im bisherigen System zahlen viele verheiratete Paare mehr Steuern als unverheiratete Paare mit ähnlichem Einkommen.

Das passiert, weil:

  • beide Einkommen zusammengezählt werden
  • dadurch ein höherer Steuersatz greift (Progression)

Besonders betroffen sind:

  • Doppelverdiener-Paare
  • gut verdienende Haushalte
  • Die neue Regelung beseitigt diesen Nachteil.

Wer profitiert von der Individualbesteuerung?

1. Doppelverdiener (verheiratet)

Die grössten Gewinner. Warum?

  • Einkommen werden nicht mehr addiert
  • Progression fällt tiefer aus
  • oft deutlich geringere Steuerbelastung

2. Frauen und Zweitverdiener

Ein wichtiger politischer Punkt hinter der Reform.

Bisher:

  • Zweite Einkommen wurden stark besteuert
  • reduzierte Anreize, mehr zu arbeiten

Neu:

  • eigenes Einkommen → eigene Besteuerung
  • mehr Netto vom zusätzlichen Einkommen

Ziel: höhere Erwerbsbeteiligung.

3. Unverheiratete Paare

Für sie ändert sich praktisch nichts – sie werden bereits individuell besteuert.

Wer könnte Nachteile haben?

Natürlich gibt’s auch hier kein Gratis-Mittagessen.

1. Einverdiener-Ehepaare

Paare mit nur einem Einkommen könnten:

  • steuerlich schlechter gestellt sein als heute
  • da gewisse Splitting-Vorteile wegfallen

2. Familien (je nach Modell)

Die Auswirkungen hängen stark davon ab:

  • wie Kinderabzüge geregelt werden
  • wie Einkommen verteilt sind

Einige Familien könnten:

  • leicht profitieren
  • oder leicht mehr Steuern zahlen

Hier wird die konkrete Ausgestaltung entscheidend sein.

Was bedeutet das konkret für dich?

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. (Ich weiss, befriedigend wie ein “kommt drauf an” beim Arzt.)

Aber als grobe Orientierung: zwei Einkommen → eher weniger Steuern ein Einkommen → möglicherweise mehr Steuern unverheiratet → kaum Veränderung

Wann tritt die Individualbesteuerung in Kraft?

Auch wenn die Abstimmung angenommen wurde:

  • Die konkrete Umsetzung erfolgt über ein Gesetz
  • Bund und Kantone müssen ihre Systeme anpassen

Das bedeutet:

  • Die Einführung wird mehrere Jahre dauern.
  • Ein realistischer Zeithorizont liegt im Bereich von mehreren Jahren nach der Abstimmung.

Was ändert sich bei der Steuererklärung?

Mit der Individualbesteuerung wird sich auch die Steuererklärung verändern:

  • Ehepaare füllen zwei separate Steuererklärungen aus
  • Einkommen und Vermögen werden aufgeteilt
  • Abzüge müssen neu geregelt werden (z. B. Kinder, Versicherungen)

Das macht die Steuerwelt nicht unbedingt einfacher… aber fairer.

Warum ist das wirtschaftlich relevant?

Die Reform hat nicht nur steuerliche, sondern auch wirtschaftliche Ziele:

  • mehr Arbeitsanreize, insbesondere für Zweitverdiener
  • bessere Nutzung des Fachkräftepotenzials
  • Anpassung an moderne Familien- und Arbeitsmodelle

Kurz gesagt: Das Steuersystem soll weniger bremsen und mehr ermöglichen.

Fazit: Ein grosser Schritt für das Schweizer Steuersystem

Die Einführung der Individualbesteuerung ist eine der wichtigsten Steuerreformen der letzten Jahre.

Die wichtigsten Punkte:

  • Ende der Heiratsstrafe
  • individuelle Besteuerung für alle
  • Vorteile vor allem für Doppelverdiener
  • mögliche Nachteile für Einverdiener-Haushalte

Was sich konkret für dich ändert, hängt stark von deiner persönlichen Situation ab – aber eines ist klar:

👉 Das Schweizer Steuersystem wird sich spürbar verändern.

Mit ELVIDA den Überblick behalten

Mit der Individualbesteuerung wird eines sicher:

👉 Mehr Komplexität in der persönlichen Administration

Mit ELVIDA kannst du:

  • Steuerdokumente strukturiert verwalten
  • Einkommen und Unterlagen getrennt organisieren
  • den Überblick über deine persönliche Situation behalten

Gerade bei zwei separaten Steuererklärungen wird das schnell Gold wert. mögliche Nachteile für Einverdiener-Haushalte

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Steuer-, Versicherungs- oder Rechtsberatung dar. Trotz sorgfältiger Recherche können sich gesetzliche Bestimmungen und Praxis ändern. Massgebend sind stets die offiziellen Informationen der zuständigen Behörden sowie die individuellen Umstände der jeweiligen Person. Weitere Informationen findest du auf den offiziellen Webseiten der Behörden, insbesondere estv.admin.ch und bag.admin.ch.

Artikel teilen

Verwandte Artikel

Bereit für ELVIDA?

Starte jetzt kostenlos und erlebe, wie einfach und sicher digitale Verwaltung sein kann.

Jetzt kostenlos starten